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Intermittierendes Fasten (IF), auch Intervall-Fasten genannt, kann mit “unterbrechendem Fasten” übersetzt werden. Im Gegensatz zum klassischen Fasten, das 5 oder 7 Tage andauern kann, wird beim IF das Fasten immer wieder unterbrochen. Zusätzlich ist IF als permanente Ernährungsumstellung zu betrachten. Wiederum im Gegensatz zum klassischen Fasten, das ein oder mehrere Male im Jahr durchgeführt wird.

Warum fasten?

Die Motivation zu fasten ist vielfältig. Über das Fasten …

  • können Sie Gewicht verlieren,
  • den Selbstreparatur-Mechanismus der Zellen aktivieren und unterstützen,
  • eine neue Leichtigkeit erhalten und
  • Zeit für Aktivitäten finden.

Ein ganz wichtiger Grund: Fasten macht Spaß!

Wenn Sie jetzt denken: “Die spinnt! Fasten macht doch keinen Spaß! Fasten ist total schlimm und einschränkend! Ich würde es niemals schaffen, zu fasten!”

… dann kann es sein, dass Sie etwas glauben, das nicht wahr ist.

Für diesen Fall empfehle ich:

Schreiben Sie alles auf, das Sie über sich selber (in Bezug auf das Fasten), über andere (in Bezug auf das Fasten) und über das Fasten selber glauben. Erstellen Sie eine Liste und überprüfen Sie diese Sätze mit The Work! Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu, wie Sie einen Satz mit The Work überprüfen, finden Sie hier.

Wenn Sie nach dieser Anleitung das Fasten ausprobieren und Ihre stressigen Sätze mit The Work überprüfen, werden Sie vielleicht erleben,

  • wie lecker das erste Essen nach dem Fasten schmeckt,
  • wie viel Zeit man für andere Tätigkeiten als essen gewinnt und
  • wie entspannend die Fastenzeiten sein können!

Beispiel-Sätze für The Work

Teilnehmerinnen haben diese Sätze zum Thema Fasten gefunden:

  • Ich brauche rund um die Uhr Snacks.
  • Essen hält mich wach.
  • Ich weiß nicht, was ich abends machen soll, wenn ich nicht essen darf.
  • Ich habe nicht genug Zeit für mein Essen.
  • Essen macht mich gnädig mit mir.
  • Essen hilft gegen Langeweile.
  • Ich schaffe das Fasten nicht.
  • Ich will nichts müssen.
  • Ich will intuitiv essen und nicht nach der Uhrzeit.

Informationen zum Thema Fasten

In diesem Blog-Artikel werde ich nicht im Detail erklären, welche Arten des IF es gibt und wie die gesundheitlichen Vorteile aussehen. Informieren Sie sich über diese Themen bitte über die folgenden Seiten:

Hier beschreibe ich an dem Beispiel Dinner Canceling, wie Sie Ihre Essgewohnheiten Schritt für Schritt auf IF umstellen können.

Dinner Cancelling

Dinner Cancelling ist eine Variante des IF. Hier wird das Abendessen weggelassen. Beim Dinner Canceling essen Sie in einem Zeitraum von 8 Stunden am Tag und in den übrigen Stunden fasten Sie. Praktischerweise gehört die Schlafenszeit zur Fastenzeit. Beim klassischen Dinner Canceling würden Sie beispielsweise von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags essen. Ab 16 Uhr beginnt die Fastenzeit bis 8 Uhr des nächsten Tages.

Das Tolle ist, dass die Essenzeit variabel über den Tag verteilt liegen kann. Je nach dem, wie sie in Ihrem Alltag oder zu Ihrer Art der Tagesgestaltung am besten passt. So können Sie um 12 Uhr mit der Essenszeit beginnen, die um 20 Uhr endet, wenn Sie gerne zu Abend essen. Vielleicht trifft sich zu dieser Tageszeit Ihre Familie zum Essen. Oder Sie starten um 10 Uhr und hören um 18 Uhr mit dem Essen auf, wenn Sie gerne spät frühstücken.

Diese Art des Fastens wird auch 8/16 genannt, weil Sie innerhalb von 8 Stunden essen und innerhalb von 14 Stunden fasten. Die Längen der Essens- und Fastenzeiten können Sie variieren. So sind die folgenden Einteilungen möglich: 10/14, 6/18, 7/17 oder 4/20 und alle Variablen dazwischen. Welche dieser Varianten am besten für Sie passt, können Sie mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung herausfinden.

Wie starten?

Wie Sie sich langsam an die für Sie optimale Fastenzeit herantasten, zeige ich Ihnen in den nächsten Abschnitten.

Wichtig: Fasten Sie, um zu fasten! Fasten Sie nicht, um abzunehmen. Um die Gewichtsabnahme kümmern Sie sich später!

Erste Woche: Status Quo feststellen

Essen Sie eine Woche lang so weiter, wie Sie es bis jetzt gemacht haben. Notieren Sie sich für diese Woche jeden Tag die Uhrzeit, zu der Sie morgens das erste Essen zu sich nehmen. Alles außer Wasser, schwarzer Kaffee oder Tee gehört zum Essen. Wenn Sie beispielsweise morgen Milchkaffee trinken, ist dies Ihre erste Mahlzeit. Notieren Sie am Ende jeden Tages die Uhrzeit, zu der Sie Ihre letzte Mahlzeit einnehmen.

Schreiben Sie in dieser Woche auf, welche stressigen Gedanken auftauchen, wenn

  • Sie bemerken, wie lange und wie viel Sie essen,
  • Sie bemerken, dass Sie sich selber belügen möchten,
  • Sie bemerken, wie Sie jetzt schon mit dem Fasten beginnen wollen und so weiter.

Überprüfen Sie diese Sätze mit The Work.

Zweite Woche: Fasten starten

Stellen Sie fest, wie Sie in der letzten Woche gegessen haben. Wie lang ist durchschnittlich Ihre Essenszeit an einem Tag?

Überlegen Sie nun: Wie möchten Sie die nächste Woche essen?

  • Wählen Sie eine Fasten- und eine Essenszeit, die Sie mit Leichtigkeit schaffen können!
  • Notieren Sie sich diese Zeiten in Ihrem Kalender.

Schreiben Sie die Woche alle Sätze auf, die Sie in Bezug auf das Fasten stressen. Überprüfen Sie diese Sätze mit The Work.

Dritte Woche: Fasten optimieren

Wie ist es Ihnen in der letzten Woche ergangen? Konnten Sie ihr Vorhaben mit Leichtigkeit umsetzen? Gab es Probleme? Wenn ja, welche?

Überlegen Sie: Wie möchten Sie in der nächsten Woche fasten?

  • Möchten Sie die Fastenzeit verlängern? Entscheiden Sie, wie Ihre neue Fastenzeit für die nächste Woche aussehen soll.
  • Sind Sie mit der Fastenzeit bereits zufrieden? Behalten Sie diese Fastenzeit für die nächste Woche bei.
  • Ist es Ihnen schwer gefallen, die Fastenzeit mit Leichtigkeit einzuhalten? Verringern Sie die Fastenzeit für die nächste Woche.

Notieren Sie sich Ihre Fastenzeiten in Ihrem Kalender und schreiben Sie in dieser Woche wieder alle stressigen Sätze auf, die Sie dann mit The Work überprüfen können.

Überlegen Sie auf diese Weise Woche für Woche, wie Sie fasten möchten, bis Sie sich im Fasten sicher fühlen.

Fasten – Variationen erproben

Sobald Sie sich im Fasten sicher sind, können Sie sich im Fasten erproben. Sie können die Fastenzeit verkürzen, verlängern und verschieben. Finden Sie die für Ihren Alltag passende Variante des Fasten!

Jetzt ist auch die Zeit, das Fasten zu erweitern, wenn Sie abnehmen wollen, das Fasten zu reduzieren, wenn Sie das Gewicht halten wollen und so weiter!

Wenn Sie aus dem Fasten rausfallen …

starten Sie wieder mit dem Fasten! Finden Sie erneut stressige Sätze und überprüfen Sie diese mit The Work!

Berichten Sie gerne in den Kommentaren über Ihre Erfahrungen mit Intermittierendem Fasten!