Mit Zustimmung der Teilnehmerinnen darf ich hier die Antworten einer Mittwochs-Work zum Satz “Abnehmen bedeutet Verzicht” veröffentlichen. Ich habe alle Namen entfernt, so dass ihr nur die Antworten lesen könnt. So erhalten ihr einen Eindruck von dem Ablauf der begleiteten Work.

Tipp: Wenn du magst, kannst du beim Lesen deine eigenen Antworten auf einem Zettel notieren und auf diese Weise diese Work mitmachen.

Begrüßung

Hallo zusammen! In fünf Minuten beginnen wir. Schreibt doch bitte ein „Hallo“ in den Chat, damit ich weiß, wer da ist. Danke.

Die Teilnehmerinnen schreiben “Hallo” in den Chat.

Heute überprüfen wir den Satz „Abnehmen bedeutet Verzicht.“

Zur Erinnerung:

The Work, das sind vier Fragen. Mit diesen vier Fragen überprüfen wir, ob der Satz, den wir glauben und der stressig ist, wahr ist.

Die Fragen lauten: .

  1. Ist das wahr? (Antwort: Ja oder Nein, bei Nein wird die zweite Frage übersprungen) .
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?(Antwort: Ja oder Nein). .
  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? (freie Antwort).
  4. Wer oder was wärest du ohne diesen Gedanken? (freie Antwort).

Dann kommen die Umkehrungen mit den Beispielen. Die Umkehrungen wirst du verstehen, wenn wir sie betrachten. Lies einfach, wie die anderen es machen, dann wirst du es auch können. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.

The Work, das ist Meditation. Nimm dir Zeit für die Antwort. Horche in dein Inneres: Welche Antwort steigt in dir auf? Bemerke deinen Verstand, der die Antwort vielleicht abwertet. Nimm deine Antwort ernst. Nimm dich ernst. Übe dich in radikaler Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.

Wir machen hier eine Popcorn-Work, das bedeutet: Eine Person (in diesem Falle ich) begleitet eine Gruppe durch The Work. Die Gruppe hat sich vorher auf einen Satz geeinigt, der mit The Work überprüft werden soll.

Die Begleiterin stellt die Fragen und jede antwortet, sobald die Antwort in ihr / ihm aufpoppt. Deshalb heißt es Popcorn-Work.

Okay. Der Satz lautet: “Abnehmen bedeutet Verzicht.“

Wir suchen eine Situation, in der wir das geglaubt haben, damit sich unser Verstand während der Work auf diese Situation beziehen kann.

Finde eine Situation, in der du den Gedanken geglaubt hast! Wenn du die Situation gefunden hast, schreibe “fertig” in den Chat.

Die Teilnehmerinnen schreiben „fertig“ in den Chat.

“Abnehmen bedeutet Verzicht.“ In der Situation! Ist das wahr?

Die Teilnehmerinnen schreiben „Ja“ oder „Nein“ in den Chat.

„Abnehmen bedeutet Verzicht.“ Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

Die Teilnehmerinnen schreiben „Ja“ oder „Nein“ in den Chat.

“Abnehmen bedeutet Verzicht.“ Wie reagierst du, was geschieht, wenn du diesen Gedanken glaubst?

Genervt. Das, was ich grad haben möchte, wird noch wichtigerfür mich. Ich bin total gestresst. Ich komme ins emotionale Minus. Ich sehe im Essen etwas ganz Besonderes. Dann geht es mir schlecht. Ich kann meinem inneren Kind nicht geben, was es gerne hätte.

Das, was ich esse, macht mir keine Freude mehr.

Dann habe ich totale Angst vor dem Abnehmen, egal ob in der Theorie oder in der Praxis. Ich bin wütend auf mich, gestresst und esse erst recht.

Verlustgefühle. Ich beneide alle anderen, die scheinbar ohne Verzicht schlank bleiben.

Ich bekomme Heißhunger. Dann male ich mir Horror-Geschichten drüber aus, was alles passiert, wenn ich abnehme. Ich starte nie ein Abnehmprogramm. Ich bin nicht im Hier und Jetzt. Ich habe das Gefühl nicht genug zu bekommen. Dann bin ich in Gedanken in der Zukunft und in der Vergangenheit. Ich habe das Gefühl von Mangel. Ich fülle mein emotionales Minus.

Angst, dass mir etwas abgeht…. Mangel.

Für die Vergangenheit fallen mir nur Beispiele ein, wie ich fürs Abnehmen verzichten musst.  Ich bin in all den anderen Situationen, wo es genauso war.

Ich schaue auf andere, die offensichtlich besser sind als ich. Also, ist doch die Frage … habe ich wirklich Hunger, oder?

Mein Hals schnürt sich zu, meine Wangen sind angespannt, ich bin überhaupt nicht in der Lage für mein Wohlbefinden zu sorgen.

Gier auf mehr kommt durch. Welchen Hunger habe ich. Wer hat Hunger? Körper oder Seele? Kann mich nicht kontrollieren.

Ich fühle mich hilflos, es ist, als wäre ich in einer Falle, in einer Sackgasse, in einer Situation, aus der ich nicht mehr rauskomme. Als wenn ich schlecht für mich selber sorge. Ich sehe mich selber in der Zukunft als immer dicker und dicker werdend.

Die Lebensfreude schwindet. Ich bin total streng mit mir und mache mir unendliche Vorwürfe. Emotional will ich keinen Verzicht. Wut auf Kalorien! Im Grunde mag ich mich dann immer weniger.

Ich vergleiche mich mit anderen und sage mir, die haben es doch auch geschafft, warum bist du so disziplinlos?

Wut auf meine Veranlagung. Die Lebensfreude geht. Ich sag mir, dass Mangel schlecht ist und lebe Fülle. Ich überesse mich. Ich bin sehr selbstkritisch und nicht freundlich mit mir. Wut auf meine Undiszipliniertheit.

Abnehmen rückt in die Ferne, ich kann einfach nicht daran glauben, dass ich es schaffen kann. Warum kann ich, wenn ich doch im Bewusstsein bin, dass ich mir schade, nicht aufhören zu essen? Abnehmen bedeutet Verzicht, dieser Gedanke stresst! Ich bin total traurig.

Immer die Kontrolle behalten, immer: Nix darf man!

Mir fallen ganz viele Dinge ein, auf die ich verzichten müsste. Auf die ich nicht verzichten will. Ich bin wertlos, da ich mich nicht disziplinieren kann. Ich bin traurig, einsam. Das alles bestätigt den Glaubenssatz, ich glaube ihn immer mehr!

Ich fühle mich noch schlechter und esse noch mehr!

Ich fühle mich wie ein quengeliges Kind, das aber unbedingt dieses oder jenes haben will und das nicht die Verantwortung für sich, für das eigene Leben, für das Wohlbefinden, für die Gesundheit haben will und das überhaupt nicht sehen will, dass es selber für alles verantwortlich ist.

Es ist anstrengend, hoffnungslos. Bin überfordert, total trotzig. Ich bin soooo wütend auf mich. Ich spüre richtig, wie ich mit dem Fuß aufstampfe und drei Jahre alt bin und sage, ich will aber schlank sein und das sofort und ohne auf irgend etwas verzichten zu müssen!

Vergleiche mich mit Menschen die disziplinierter sind. Ist es das wert? Wie komme ich da raus? Ich finde das so ungerecht, ich sehe um mich nur Leute, die einfach so schlank sind, ohne dass sie verzichten müssen. Frust, den ich wieder unterdrücken will mit Essen. Traurigkeit. Ich weiß genau, es wäre besser, hab resigniert.

Ich bin wütend und finde alles ungerecht und fühle mich schlecht behandelt. Das ist der Anteil in mir, der der Chef ist.

Scheiß Luxus….Ich habe mich schon sooft eingeschränkt.

Ich bin fest davon überzeugt, wenn Abnehmen Verzicht bedeutet, dann werde ich es niemals schaffen! Wer bestimmt, ob ich esse oder nicht. Alles jederzeit und überall haben zu können überfordert mich.

Ich habe es verdient dass es mir gut geht, das ist ein Ausdruck von Selbstliebe, jetzt was zu essen. Diese Gedanken treiben mich dann zum Essen von Schokolade. Muss ich mich rechtfertigen, wenn ich was esse? Esse ich, um mich zu schützen? Eine Mauer?

„Abnehmen bedeutet Verzicht.“ Wer oder was wärest du ohne diesen Gedanken?

Meine Schultern entspannen sich. Gedanken: Freiheit. Meine Wangen entspannen sich. Ich kann tief durchatmen. Mein Magen ist relaxed. Ich würde das, was ich esse, genießen und in Maßen essen, wäre weniger hungrig.

Ich wäre frei und würde mir über das Essen wenig anstrengende Gedanken machen.

Nicht mehr gestresst. Ich bin im Hier und Jetzt. Ich bin leicht wie eine Feder, ruhig und frei. Alles ist, wie es ist. Freigelassen, frei. In diesem Moment habe ich alles, was ich brauche.

Entspannt und frei. In Frieden mit meinen Gelüsten. Gut wie ich bin. Der Druck ist weg. In meinen SELBST. Frei zu essen oder nicht zu essen, es macht keinen Unterschied.

Das Thema abnehmen bekommt eine positivere Sicht.

Ich darf essen. ICH wäre der Bestimmer. Verurteile mich weniger. Ich fühle mich selbstbewusst. Es gibt wieder Klarheit. Essen wäre kein Thema mehr.

Ich sehe, dass es alles Mögliche gibt, schlanke und nicht schlanke Menschen. Und alle sehen total unterschiedlich aus und alle können glücklich sein. Keine Angst mehr Genuss zu versäumen. Essen wäre, was es ist…

Zufrieden, keine Probleme.

Ich sehe die Gnade der menschlichen Existenz. Eben Essen.

Ich nehme mich selber wichtig.

Essen wäre Nahrung für meinen Körper! Auf mich und meinen Körper hören.

Ich vergleiche mich nicht mehr. Meine Bedürfnisse sind mir wichtig, egal wie mein Gewicht gerade ist.

Ich habe mehr Zeit für mich und kann mich wieder lieben.

Ausnahmen sind OK.

Abnehmen könnte eine Option sein.

Würde mir nichts mehr vorschreiben, wann ich was essen darf, das ich dann sowieso breche. Das bringt Frieden.

Ich bin milde mit mir selber.

Zurück zur Normalität.

Keine übertriebene Wertigkeit ins Essen interpretieren.

“Abnehmen bedeutet Verzicht.“ Kehre den Gedanken um! (Wir sammeln erst alle Umkehrungen)

Die Teilnehmerinnen schreiben mögliche Umkehrungen in den Chat.

“Abnehmen bedeutet nicht Verzicht.“ Könnte diese Umkehrung genauso wahr sein, wie der Ursprungsgedanke oder vielleicht sogar wahrer? Finde drei Beispiele!

Ich bin bei keiner Diät verhungert.

Es ging mir sehr gut, als ich die Diät bei dem Darmpilz machen musste, traumhaft gut.

Ich kann genussvoll abnehmen. Im Grund ist die “Verzicht-Idee” etwas, das meine Fantasie total aufplustert, woraus meine Fantasie einen Elefanten macht und in Wahrheit habe ich in jedem Moment alles, was ich brauche. Man kann gesund leben.

Verzicht bedeutet, dass ich angefangen habe.

Es gibt so leckere Sachen, die nicht dick machen, man könnte langsam abnehmen…die wahre Fülle finde ich eh nicht im Essen.

Man könnte sich um sich selbst liebevoll kümmern.

Ich kann selber bestimmen, worauf ich verzichte und worauf nicht.

Abnahme an Gewicht ist Zunahme an Zufriedenheit.

Es bedeutet nicht Verzicht, weil es so Vieles gibt, dass ich durch das Abnehmen gewinne: Ich kann das, was ich esse, viel besser genießen, jetzt stopfe ich oft Essen in mich hinein, ohne das zu genießen.

Ich brauche den gesetzlichen BMI nicht, ich brauche mein eigenes Wohlfühlgewicht. Verzicht ist ein dickes Plus! Ich kann besser laufen, weil ich weniger Gewicht schleppen muss. Ich gewinne Gesundheit. Ich kann plötzlich sehen, was mir wichtig ist und auf das ich nicht verzichten müsste (küssen, lachen…. alles was ich gerne tu).

Ich sehe besser aus. Noch besser! Und: Selbstverantwortung.

Ich kann besser atmen, länger leben, ich bin frei für Neues, das Leben besser genießen!

“Zunehmen bedeutet Verzicht.“ Könnte diese Umkehrung genauso wahr sein, wie der Ursprungsgedanke oder vielleicht sogar wahrer? Finde drei Beispiele!

Ich hab Probleme beim Yoga. Bauch ist um Weg.

Ich habe einen Motor. Zunehmen bedeutet Verzicht: auf Lebensfreude, Verzicht an Lebensqualität und Gesundheit. Das ist unbedingt wahr!

Mit Zunehmen verzichte ich auf ganz viele Sachen, auf meine Gesundheit, auf meine Beweglichkeit, auf mein Wohlbefinden, darauf tolle Sachen anzuziehen.

Entlastung der Gelenke. Zunehmen bedeutet Verzicht an Lebensfreude, Beweglichkeit, Freiheit….. ich könnte noch zig Sachen aufzählen!

Verzicht auf das Gefühl es geschafft zu haben. Verzicht auf ‚mich wohlfühlen‘, alles wird noch schwerer.

Zunehmen bedeutet, dass ich darauf verzichte, es mir schön zu machen.

Verzicht auf gerne neue Klamotten kaufen. Mir geht es besser, wenn ich weniger esse, ich weiß das. Meinem Darm geht es besser!

“Abnehmen bedeutet Gewinn.“ Könnte diese Umkehrung genauso wahr sein, wie der Ursprungsgedanke oder vielleicht sogar wahrer? Finde drei Beispiele!

Ich könnte mir endlich das sexy Oberteil häkeln. Verzicht auf ein gutes Körpergefühl. Verzicht macht mich stolz. Ich hab es geschafft. Ich gewinne mich selbst zurück. Ich bin stolz. Ich hab ein Ziel. Ich gewinne den Kontakt mit mir selber zurück. Ich bin glücklich. Mich selber gerne im Spiegel anschauen.

Ich bin stolz auf meine Entscheidung. Ich nehme mich selber ernst und ich nehme es ernst, dass meine Bedürfnisse erfüllt sind.

Ich bin immer noch die gleiche jedoch gesünder. Ich übernehme wieder das Ruder, liebevoll …. Essen verliert an Macht. Und gewinnt an Freude, leichter unbeschwerter.

Mehr Kreativität in der Essensauswahl, mit dieser Veränderung gehöre ich zu denen, die es geschafft haben. Sportlicher. Ich esse bewusst. Ich fühle keinen Druck mehr!

“Nicht Abnehmen bedeutet Verzicht.“ Könnte diese Umkehrung genauso wahr sein, wie der Ursprungsgedanke oder vielleicht sogar wahrer? Finde drei Beispiele!

Verzicht auf Sport. Ich verzichte dabei auf das Gefühl stolz zu sein. Abnehmen bedeutet nicht Verzicht, das, was ich über Abnehmen glaube, das macht den Verzicht aus. Verzicht auf Stolz, Freude. Verzicht auf Lebensfreude und Lebensmut. Verzicht auf sich selber. Nicht abnehmen bedeutet Verzicht auf…. MEIN SCHÖNES LEBEN. Verzicht auf ein gutes Körpergefühl. Verzicht auf Selbstbewusstsein der anderen Art. Verzicht auf verantwortlichen Umgang mit meinem Körper.

Kann mich anders beweisen. Abnehmen bringt keinen Verzicht, es bringt Fülle in mein Leben. Bringt andere Möglichkeit. Verzicht auf Selbstfindung? Freude in mein Leben. Motivation.

Eine letzte Umkehrung: “Abnehmen bedeutet Fülle.“ Könnte diese Umkehrung genauso wahr sein, wie der Ursprungsgedanke oder vielleicht sogar wahrer? Finde drei Beispiele!

Bringt Beschwingtheit in mein Leben. Fülle aller Gefühle! Ich beschäftige mich mit mir selbst. Abnehmen kann total viel Spaß und damit Fülle bringen, weil durch Spaß sehr viele Bedürfnisse erfüllt sind. Ich gehe mehr raus. Stolz, Schönheit, Freiheit, Freude, Mut, Selbstbewusstsein. Das Leben ist schön! Freude, Leichtigkeit, Sein! Abnehmen bedeutet Fülle, weil ich mich selber ernst nehme und mit mir in Kontakt bin, wenn ich abnehme.